Wie in der Pflegezusatzversicherung der ARAG die Beiträge berechnet werden, richtet sich nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz und den technischen Berechnungsgrundlagen. Erfahren Sie, welche Rolle Eintrittsalter, Geschlecht und Alterungsrückstellung spielen und wie Kinder- und Jugendlichenbeiträge übergehen.
Teil I
(1) Die Berechnung der Beiträge erfolgt nach Maßgabe der Vorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und ist in den technischen Berechnungsgrundlagen des Versicherers festgelegt.
(2) Bei einer Änderung der Beiträge, auch durch Änderung des Versicherungsschutzes, wird das Geschlecht und das bei Inkrafttreten der Änderung erreichte tarifliche Lebensalter der versicherten Person berücksichtigt; dies gilt in Ansehung des Geschlechts nicht für Tarife, deren Beiträge geschlechtsunabhängig erhoben werden. Dabei wird dem Eintrittsalter der versicherten Person dadurch Rechnung getragen, dass eine Alterungsrückstellung gemäß den in den technischen Berechnungsgrundlagen festgelegten Grundsätzen angerechnet wird. Eine Erhöhung der Beiträge oder eine Minderung der Leistungen des Versicherers wegen des Älterwerdens der versicherten Person ist jedoch während der Dauer des Versicherungsverhältnisses ausgeschlossen, soweit eine Alterungsrückstellung zu bilden ist.
(3) Bei Beitragsänderungen kann der Versicherer auch besonders vereinbarte Risikozuschläge entsprechend ändern.
(4) Liegt bei Vertragsänderungen ein erhöhtes Risiko vor, steht dem Versicherer für den hinzukommenden Teil des Versicherungsschutzes zusätzlich zum Beitrag ein angemessener Zuschlag zu. Dieser bemisst sich nach den für den Geschäftsbetrieb des Versicherers zum Ausgleich erhöhter Risiken maßgeblichen Grundsätzen.
Teil II
(1) 1. Die Beiträge werden bei Vertragsabschluss nach dem Eintrittsalter der versicherten Person festgesetzt. Als Eintrittsalter gilt der Unterschied zwischen dem Jahr der Geburt und dem Jahr des Versicherungsbeginns.
2. Kinder zahlen ab 1. Januar des Kalenderjahres, in dem sie das 16. Lebensjahr vollenden, den im Tarif vorgesehenen Beitrag für Jugendliche. Jugendliche zahlen ab 1. Januar des Kalenderjahres, in dem sie das 21. Lebensjahr vollenden, den im Tarif vorgesehenen Erwachsenenbeitrag des Alters 21.
3. Für erhöhte Risiken können Beitragszuschläge vereinbart werden.
(2) Zur Beitragsentlastung bzw. Leistungsverbesserung werden in der Pflege-Krankenversicherung den Versicherten zusätzliche Beträge gemäß § 150 VAG (siehe Anhang) gutgeschrieben.
Dokumentversion: 2017.01
Was bedeutet das konkret?
Die Beitragshöhe hängt vor allem davon ab, wie alt die versicherte Person beim Vertragsabschluss ist. Für das Älterwerden während der Vertragslaufzeit wird eine Alterungsrückstellung gebildet, sodass der Beitrag deshalb nicht steigt. Bei Änderungen des Vertrags oder bei erhöhten Risiken können jedoch Zuschläge hinzukommen. Kinder und Jugendliche wechseln zu bestimmten Stichtagen in höhere Beitragsstufen.
Häufige Fragen
Wie wird das Eintrittsalter bestimmt?
Als Eintrittsalter gilt der Unterschied zwischen dem Jahr der Geburt und dem Jahr des Versicherungsbeginns.
Steigt mein Beitrag, wenn ich älter werde?
Eine Erhöhung der Beiträge oder eine Minderung der Leistungen wegen des Älterwerdens ist während der Dauer des Versicherungsverhältnisses ausgeschlossen, soweit eine Alterungsrückstellung zu bilden ist.
Ab wann zahlen Kinder und Jugendliche höhere Beiträge?
Kinder zahlen ab dem 1. Januar des Kalenderjahres, in dem sie das 16. Lebensjahr vollenden, den Beitrag für Jugendliche. Jugendliche zahlen ab dem 1. Januar des Kalenderjahres, in dem sie das 21. Lebensjahr vollenden, den Erwachsenenbeitrag des Alters 21.
Können bei erhöhtem Risiko Zuschläge anfallen?
Ja. Für erhöhte Risiken können Beitragszuschläge vereinbart werden. Liegt bei Vertragsänderungen ein erhöhtes Risiko vor, steht dem Versicherer für den hinzukommenden Teil des Versicherungsschutzes zusätzlich zum Beitrag ein angemessener Zuschlag zu.
Wird das Geschlecht bei der Beitragsberechnung berücksichtigt?
Bei einer Änderung der Beiträge wird das Geschlecht der versicherten Person berücksichtigt. Dies gilt jedoch nicht für Tarife, deren Beiträge geschlechtsunabhängig erhoben werden.