Die Pflegezusatzversicherung der ARAG legt fest, wie der monatliche Beitrag berechnet und gezahlt wird: Er setzt sich aus einem Eigenanteil von mindestens 10 Euro und einer Zulage von 5 Euro zusammen und ist jeweils am Ersten eines Monats fällig. Erfahren Sie, wann der erste Beitrag zu zahlen ist, welche Folgen verspätete Zahlungen haben und welche Kosten bei Mahnungen entstehen können.
Teil I
(1) Der Beitrag ist, sofern nichts Abweichendes vereinbart ist, ein Monatsbeitrag und wird vom Versicherungsbeginn an berechnet. Er ist am Ersten eines jeden Monats fällig. Der Beitrag setzt sich zusammen aus:
- einem Eigenanteil von mindestens 10 Euro
- der Zulage in Höhe von 5 Euro
Der Zulagenanteil des Beitrags wird vom Versicherer bis zur Zahlung der Zulage durch die zentrale Stelle nach § 128 Absatz 2 SGB XI (siehe Anhang) an den Versicherer gestundet.
(2) Der erste Beitrag ist, sofern nicht anders vereinbart, unverzüglich nach Ablauf von zwei Wochen nach Zugang des Versicherungsscheins zu zahlen. Die Erteilung eines Auftrags zum Beitragseinzug gilt als Zahlung des Beitrags, sofern die Lastschrift eingelöst und der Einlösung nicht widersprochen wird.
(3) Wird ein Beitrag nicht oder nicht rechtzeitig gezahlt, ist der Versicherungsnehmer zum Ausgleich der Kosten verpflichtet, die dem Versicherer im Rahmen der Beitreibung entstehen.
(4) Nicht rechtzeitige Zahlung eines Beitrags kann unter den Voraussetzungen der §§ 37 und 38 VVG (siehe Anhang) zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Ist ein Beitrag bzw. eine Beitragsrate nicht rechtzeitig gezahlt und wird der Versicherungsnehmer in Textform gemahnt, so ist er zur Zahlung der im Tarif mit Tarifbedingungen festgelegten Mahnkosten verpflichtet. Tritt der Versicherer vom Vertrag zurück, weil der erste Beitrag bzw. die erste Beitragsrate nicht rechtzeitig gezahlt wird, kann er eine angemessene Geschäftsgebühr verlangen.
(5) Wird das Versicherungsverhältnis vor Ablauf der Versicherungsperiode beendet, steht dem Versicherer für diese Versicherungsperiode nur der Teil des Beitrags bzw. der Beitragsrate zu, der dem Zeitraum entspricht, in dem der Versicherungsschutz bestanden hat.
(6) Der Beitrag ist bis zum Ablauf des Tages zu zahlen, an dem das Versicherungsverhältnis endet.
(7) Die Beiträge sind an die vom Versicherer zu bezeichnende Stelle zu entrichten.
Teil II
(1) Abweichend von Teil I Absatz 2 ist der erste Beitrag bzw. die erste Beitragsrate sofort nach Zugang des Versicherungsscheins fällig, jedoch nicht vor dem im Versicherungsschein angegebenen Versicherungsbeginn.
(2) Der Versicherer ist berechtigt, in der gesetzlich zulässigen Höhe die ihm entstandenen Mahnkosten und von Dritten in Rechnung gestellte Kosten und Gebühren (z. B. Retourgebühren) geltend zu machen.
Was bedeutet das konkret?
Der Beitrag zur Pflegezusatzversicherung wird monatlich gezahlt und ist jeweils am Monatsersten fällig. Er besteht aus einem Eigenanteil und einer staatlichen Zulage, deren Anteil bis zur Zahlung durch die zentrale Stelle gestundet wird. Wer nicht rechtzeitig zahlt, kann mit zusätzlichen Kosten rechnen und im Ernstfall sogar den Versicherungsschutz verlieren. Endet der Vertrag vorzeitig, ist nur der Beitrag für die tatsächlich versicherte Zeit zu zahlen.
Häufige Fragen
Wann ist der Beitrag fällig?
Der Beitrag ist ein Monatsbeitrag und am Ersten eines jeden Monats fällig, sofern nichts Abweichendes vereinbart ist.
Wie setzt sich der Beitrag zusammen?
Der Beitrag besteht aus einem Eigenanteil von mindestens 10 Euro und der Zulage in Höhe von 5 Euro.
Wann ist der erste Beitrag zu zahlen?
Nach Teil I ist der erste Beitrag, sofern nicht anders vereinbart, unverzüglich nach Ablauf von zwei Wochen nach Zugang des Versicherungsscheins zu zahlen. Nach Teil II ist er abweichend davon sofort nach Zugang des Versicherungsscheins fällig, jedoch nicht vor dem im Versicherungsschein angegebenen Versicherungsbeginn.
Was passiert bei verspäteter Zahlung?
Nicht rechtzeitige Zahlung kann unter den Voraussetzungen der §§ 37 und 38 VVG zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Bei einer Mahnung in Textform sind die im Tarif festgelegten Mahnkosten zu zahlen, zudem können Beitreibungskosten anfallen.
Was gilt bei vorzeitiger Beendigung des Vertrags?
Wird das Versicherungsverhältnis vor Ablauf der Versicherungsperiode beendet, steht dem Versicherer nur der Teil des Beitrags zu, der dem Zeitraum entspricht, in dem der Versicherungsschutz bestanden hat. Der Beitrag ist bis zum Ablauf des Tages zu zahlen, an dem das Versicherungsverhältnis endet.